Europa will Rechenzentrumskapazität verdreifachen: Was der CADA-Vorschlag für die Cloud-Souveränität bedeutet
Im Rahmen des Cloud and AI Development Act (CADA) schlägt die Europäische Kommission vor, die Kapazität der EU-Rechenzentren innerhalb von fünf bis sieben Jahren mindestens zu verdreifachen und die Cloud-Souveränität auf verschiedenen Ebenen neu zu definieren. Eine Debatte, die entscheidend dafür ist, wo und bei wem Unternehmen ihre Daten speichern.

Zusammenfassung der Meldung
Gemäß dem Vorschlag zum Cloud and AI Development Act (CADA) beabsichtigt die Europäische Kommission, die Kapazität der Rechenzentren in der Union in den nächsten fünf bis sieben Jahren mindestens zu verdreifachen – von etwa 12 GW auf über 27 GW. Fachmedien schätzen, dass dieses Ziel Investitionen von rund 200 Milliarden Euro erfordern würde, die größtenteils aus privater Hand stammen müssten.
Die Ausgangsanalyse ist eindeutig: Abhängigkeit. Die Kommission weist darauf hin, dass der Anteil europäischer Cloud-Anbieter von 29 % im Jahr 2017 auf 15 % im Jahr 2022 gesunken ist. In der Presse zitierte Analysen beziffern den Marktanteil von AWS, Microsoft Azure und Google Cloud auf dem europäischen Markt auf über 70 %.
Eines der relevantesten Elemente ist die Neudefinition der Cloud-Souveränität in verschiedenen Stufen: Es reicht nicht mehr aus, dass die Daten auf europäischem Boden liegen. Auch die Unabhängigkeit von Drittstaaten, die Transparenz der Software-Lieferkette und die Kontrolle über den Anbieter spielen eine Rolle. Da es sich um einen Gesetzesvorschlag handelt, kann sich der endgültige Wortlaut noch ändern.
Für Unternehmen hat diese Debatte eine ganz konkrete Bedeutung: Zu wissen, wo sich ihre Daten physisch befinden, unter welcher Gerichtsbarkeit ihr Anbieter agiert und welche tatsächlichen Audit-Möglichkeiten sie haben. Für viele Sektoren – wie das Gesundheitswesen, Anwaltskanzleien, die Verwaltung oder die Industrie mit sensiblem geistigem Eigentum – gehören diese Fragen bereits zu den Standardanforderungen ihrer Kunden.
Seintec betreibt ein eigenes Datacenter in Sant Miquel de Balenyà (Osona, Barcelona), mit eigener Infrastruktur und technischem Team in Spanien. Diese Nähe ermöglicht es uns, Private Cloud und Hosting-Services mit bekanntem Datenstandort anzubieten, die bei Bedarf mit der Public Cloud kombiniert werden können.
Quelle: El Ecosistema Startup — 30. September 2026
Häufig gestellte Fragen
- Ist CADA bereits in Kraft?
- Nein. Es handelt sich um einen Vorschlag der Europäischen Kommission, der das Gesetzgebungsverfahren durchlaufen muss. Die Kapazitätsziele und die Definition der Souveränitätsstufen können sich während dieses Prozesses noch ändern.
- Garantiert die Datenspeicherung in Spanien die Souveränität?
- Dies ist eine erste Ebene, aber nicht die einzige. Ebenso wichtig sind die Gerichtsbarkeit des Anbieters, dessen Kontrollverhältnisse sowie die Transparenz hinsichtlich der Software und der Datenzugriffe.
In diesem Artikel erwähnte Begriffe: Cloud · Private Cloud · Public Cloud · Rechenzentrum
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